Der Titel nennt die Arbeit
Der Titel ist die Bezeichnung der Stelle: Polymechanikerin, Köchin, Sachbearbeiterin Buchhaltung. Nicht der Slogan der Firma und nicht «Verstärkung gesucht». Wer sucht, sucht den Beruf, nicht eure Kampagne.
Ort und Pensum gehören ins Inserat, in die ersten Zeilen, nicht in eine Fussnote. «80 Prozent, Visp, Start nach Vereinbarung» ist eine Information. «Flexibel und dynamisch» ist keine.
Für die Anzeige in der Google-Suche gilt eine engere Regel. Im Feld title des JobPosting-Markups will Google nur die Bezeichnung der Stelle, ohne Firmennamen, Ort, Datum, Lohn oder Stellennummer. Ort und Pensum stehen im Text und in den eigenen Feldern. Der Unterschied ist im Artikel Google for Jobs erklärt. Im sichtbaren Inserat auf eurer Seite dürfen Ort und Pensum selbstverständlich in der Überschrift stehen, wenn ihr das wollt. Das Markup trennt es davon.
Aufgaben und Anforderungen trennen
Zuerst, was die Person in einer normalen Woche tut. Drei bis sechs konkrete Tätigkeiten. «Du richtest die Maschinen ein, fährst die Serie und prüfst das Mass» sagt mehr als «du arbeitest selbständig und teamorientiert». Eigenschaften ohne Tätigkeit kann niemand erfüllen oder verfehlen.
Dann die Anforderungen, in zwei Gruppen. Was zwingend ist, und was hilfreich wäre. Zwingend ist nur, was du wirklich aussortierst: der Abschluss, die Bewilligung, die Sprache, das Pensum, eine Schicht, die nicht verhandelbar ist. Hilfreich ist alles, was eine Bewerbung nicht scheitern lässt.
Jede zwingende Zeile wird später zu einer Frage oder zu einem Knock-out. Steht sie nur der Form halber im Text, lehnst du Leute ab, die die Arbeit gekonnt hätten. Oder du ignorierst die Zeile, und das Inserat war nicht ernst gemeint. Ab dem Pro-Plan kannst du eine solche Frage als Ausschluss setzen, die Absage geht dann automatisch. Das beschreibt die Karriereseite.
Lohn: wenn ihr eine Bandbreite nennt, nennt die Bandbreite, die ihr zahlen werdet. Eine erfundene Spanne, um mehr Klicks zu holen, produziert Gespräche, die im Lohn scheitern. Ob ihr den Lohn nennt, ist eure Entscheidung. Eine Pflicht, ihn ins Inserat zu schreiben, belegt dieser Artikel nicht.
- Beruf im Titel, so wie ihn jemand in eine Suche tippt.
- Ort, Pensum und Start in den ersten Zeilen.
- Aufgaben als Tätigkeiten, nicht als Eigenschaften.
- Zwingende Anforderungen getrennt von dem, was nur hilfreich ist.
- Ein Weg, sich zu bewerben, und eine Person, die liest.
Ein Weg zur Bewerbung
Ein Button oder eine Adresse. Nicht «schick uns Lebenslauf, Zeugnisse, Motivationsschreiben, Foto und Lohnausweis an drei Stellen». Jedes zusätzliche Stück, das du nicht brauchst, um die Eignung zu beurteilen, kostet Zeit und ist datenschutzrechtlich der falsche Reflex. Was du verlangen darfst, steht im Artikel zu den Bewerberdaten.
Die Bewerbung auf der eigenen Seite hat einen Vorteil, den ein Portal-Link nicht hat: die Person bleibt auf eurer Domain, und die Unterlagen landen im selben Eingang wie die Bewerbungen aus dem Multiposting. So beschreibt es die Karriereseite.
Wenn die Berufsart auf der Liste der Stellenmeldepflicht steht, kommt die öffentliche Ausschreibung erst nach der Meldung und nach den fünf Arbeitstagen. Ein fertiges Inserat ist dann vorbereitet, aber noch nicht auf jobs.ch. Der Ablauf steht im Artikel zur Stellenmeldepflicht.
Einmal schreiben, mehrfach veröffentlichen
Denselben Text in fünf Portale abzutippen erzeugt fünf Versionen. In XADUNO. erfasst du Titel, Pensum und Text einmal. Multiposting spielt die Stelle auf die bekannten Schweizer Jobbörsen, darunter jobs.ch und jobup.ch. Im Free-Plan sind es 20 bekannte Jobseiten, ab Starter alle bekannten. Wer die Fassung in der Tabelle nachzieht und die auf der Börse vergisst, hat danach zwei Wahrheiten. Ein Text, ein Stand.
Die eigene Jobseite läuft mit. Geschlossene Stellen verschwinden dort wieder, wenn du sie schliesst. Eine abgelaufene Stelle, die online bleibt, sammelt Bewerbungen für eine Arbeit, die es nicht mehr gibt. Google lässt abgelaufene Inserate im Job-Markup nicht zu. Entweder die Seite weg, oder das Datum im Markup in der Vergangenheit. Das steht bei Google for Jobs.
Reichweite ausserhalb der Börse ist ein anderer Schritt. Recruiting-Kampagnen schaltest du aus der Stelle, wenn die Person nicht aktiv sucht. Das ist buchbar und nicht im Abo-Preis enthalten. Es ersetzt kein klares Inserat. Eine Anzeige mit leerem Text bleibt eine leere Anzeige.
Vom Entwurf bis zur Veröffentlichung
- Titel, Ort, Pensum und Start in fünf Zeilen festhalten.
- Aufgaben und zwingende Anforderungen getrennt schreiben.
- Prüfen, ob die Berufsart meldepflichtig ist, bevor etwas öffentlich geht.
- Stelle einmal erfassen und die Kanäle wählen, inklusive der eigenen Seite.
- Schliessen, sobald besetzt, damit keine neuen Bewerbungen auf eine tote Stelle laufen.
Häufige Fragen
Wie lang soll ein Inserat sein?
So lang, dass Aufgaben, zwingende Anforderungen, Ort, Pensum und der Bewerbungsweg drinstehen. Ein zweiter Absatz über die Firma ersetzt keine dieser Angaben.
Gehören Ort und Pensum in den Titel?
Im sichtbaren Inserat in die ersten Zeilen, ja. Im JobPosting-Feld title bei Google nur die Bezeichnung der Stelle. Ort und Pensum haben dort eigene Felder und den Beschreibungstext.
Muss ich den Lohn nennen?
Dieser Artikel belegt keine solche Pflicht. Wenn ihr eine Zahl nennt, sollte es die Bandbreite sein, die ihr zahlen werdet.
Kann ich dasselbe Inserat auf jobs.ch und auf der eigenen Seite haben?
Ja. Du erfasst es einmal. Multiposting übernimmt die Börsen, die Karriereseite die eigene Domain. Eine meldepflichtige Stelle veröffentlichst du erst nach der Sperrfrist.
